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Dienstag, 13.01.2026

Unis Graz und Klagenfurt zur gemeinsamen Zukunft

Gruppenfoto von 14 Personen in Business- und Smart-Casual-Kleidung in einem historischen Innenraum mit verzierten Stuckelementen, hellen Wänden und Holzparkett. Die Gruppe steht auf einem erhöhten Holzpodest vor einem Fenster; vorne mehrere Personen mit verschränkten Armen oder Händen vor dem Körper, rechts eine Person in grauem Anzug, links Personen in Jacken und Schals. Die Atmosphäre wirkt formell und freundlich ©elsner / riccio.at

Sie stärken gemeinsam den Hochschulraum im Süden Österreichs: 1. Reihe (v.l.) Johann Wilfling (Uni Klagenfurt), Christian Marzluf (Uni Graz unIT), Ada Pellert (Rektorin Uni Klagenfurt), Peter Riedler (Rektor Uni Graz), Doris Hattenberger (Uni Klagenfurt), Mireille van Poppel (Uni Graz), Peter Schlögl (Uni Klagenfurt). 2. Reihe (v.l.) Gerhard Fabisch (Unirat Uni Graz), Andreas Raggautz, Joachim Reidl, Markus Fallenböck – alle drei Uni Graz. Werner Wutscher (Unirat Uni Klagenfurt), Catherine Walter-Laager (Uni Graz) und Jan Steinbrenner (Uni Klagenfurt).

Bei einer gemeinsamen Strategieklausur im Benediktinerstift St. Paul trafen sich am 12. Jänner 2026 die Rektorate, Universitätsrät:innen und zentrale Leitungspersonen der Universitäten Graz und Klagenfurt, um Zukunftsthemen zu diskutieren und die weitere Zusammenarbeit zu stärken. Die Anreise erfolgte bewusst klimafreundlich mit der Koralmbahn – ein Symbol für die engere Verbindung zwischen den beiden Universitätsstandorten.

Seit über einem Jahrzehnt arbeiten die Universitäten Graz und Klagenfurt im Entwicklungsverbund Süd-Ost erfolgreich zusammen. Gemeinsam mit weiteren Hochschulen in Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland wurde das Lehramtsstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung entwickelt – ein Meilenstein für die regionale Lehrer:innenbildung. Die Klausur am 12. Jänner 2026 unterstreicht auch die gesellschaftspolitische Rolle von Universitäten: als Arbeitgeberinnen, als Orte der evidenzbasierten Erkenntnis und Stätten kritischer Reflexion sowie als zentrale Säulen der Demokratie.

„Die Koralmbahn ist eine historische Chance, den Süden Österreichs als Hochschulraum weiterzuentwickeln und im Alpe-Adria-Raum stärker zu verankern. Neben der Förderung klimafreundlicher Mobilität setzen wir gemeinsam mit der Uni Klagenfurt auf die effiziente Nutzung von Ressourcen – etwa im IT-Bereich – sowie auf die Optimierung gemeinsamer Lehrangebote. Unser Ziel ist es, die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität dieses Wissenschaftsraumes gezielt zu steigern. 
Dabei denken wir grenzüberschreitend: Wir schaffen neue Perspektiven für Studierende, Forschende und Lehrende im Alpen-Adria-Raum und fördern den Wissensaustausch über Regionen hinweg. Die verbesserte Erreichbarkeit ermöglicht es uns, strategische Partnerschaften mit Hochschulen in Kärnten, der Steiermark, Slowenien und Norditalien auszubauen. Das stärkt nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Institutionen, sondern bringt auch Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit“, unterstreicht Uni-Graz-Rektor Peter Riedler.

Ada Pellert, Rektorin der Universität Klagenfurt: „Die Koralmbahn ist die neue, lebendige Verbindungsader zwischen Kärnten und der Steiermark. Dass wir uns in St. Paul – an einer Haltestelle dieser Zukunftsroute – als Vertreterinnen und Vertreter der Universität Graz und der Universität Klagenfurt getroffen haben, ist ein starkes Zeichen: Wir wollen diese neue Nähe aktiv nutzen. Schon heute verbindet die Universität Graz und die Universität Klagenfurt eine sehr gute Zusammenarbeit, getragen von gemeinsamen Projekten, gegenseitiger Ergänzung und einem klaren Bekenntnis zur Qualität in Forschung, Lehre und Transfer. Mit der Koralmbahn entsteht nun ein neuer Möglichkeitsraum: schneller, direkter, alltäglicher Austausch – für Studierende ebenso wie für Forschende und Lehrende. Unser Ziel ist klar: Wir möchten die Kooperationen zwischen Graz und Klagenfurt weiter intensivieren, Synergien gezielt ausbauen und gemeinsam noch sichtbarer als starke Wissenschafts- und Bildungsachse im Süden Österreichs auftreten. Wir können unsere Profile noch besser verzahnen – von der Forschung über innovative Studienangebote bis hin zu regionaler und internationaler Vernetzung. Davon profitieren vor allem unsere Studierenden: durch ein breiteres, komplementäres Lehrangebot, neue Austauschformate sowie eng vernetzte Studien- und Forschungswelten zwischen Graz und Klagenfurt. Auch für Forschende eröffnet sich ein neuer Alltag der Zusammenarbeit – mit mehr gemeinsamen Vorhaben, leichteren Treffen und einem intensiveren Dialog über Disziplinen hinweg.“

Besonders eng ist die Kooperation bereits im Fach Slawistik: Seit diesem Wintersemester gibt es eine gemeinsame Koordinationsstelle Russisch, die auch mit der Ukrainehilfe verknüpft ist. Im naturwissenschaftlichen Bereich kooperieren die beiden Universitäten unter anderem im Rahmen des FWF-geförderten Spezialforschungsbereichs „Mathematik der Rekonstruktion für dynamische aktive Modelle“, der von der Universität Graz koordiniert wird – unter Mitwirkung der Universität Klagenfurt, der TU Graz und der TU Wien.
 

Standort Süd: Mitten in Europa – offen für die Welt
Der gemeinsam gedachte Hochschulraum hat auch eine internationale Dimension: Ziel ist es, die Region für Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland noch attraktiver zu machen. Unterstützung bietet das gut vernetzte Dual Career Service der Universitäten in der Steiermark und Kärnten – mit Beratungsleistungen rund um Karriere, Familie und Mobilität. 

Erstellt von Konstantin Tzivanopoulos

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