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Dienstag, 28.03.2017

Geehrte Geistesblitze

Ehrenvolle Premiere: Daniel Kraft (l.) und Martha Gschwandtner wurden unter den Auspizien von Bundespräsident Alexander Van der Bellen promoviert. Rektorin Christa Neuper (r.) sprach von einem "Freudentag auch für die Uni". Fotos: Uni Graz/Kernasenko

Ehrenvolle Premiere: Daniel Kraft (l.) und Martha Gschwandtner wurden unter den Auspizien von Bundespräsident Alexander Van der Bellen promoviert. Rektorin Christa Neuper (r.) sprach von einem "Freudentag auch für die Uni". Fotos: Uni Graz/Kernasenko

Pharmazeutin Martha Gschwandtner darf sich nun mit dem Ehrenring der Republik Österreich schmücken.

Pharmazeutin Martha Gschwandtner darf sich nun mit dem Ehrenring der Republik Österreich schmücken.

Auch Mathematiker Daniel Kraft nahm das besondere Schmuckstück von Bundespräsident Van der Bellen entgegen.

Auch Mathematiker Daniel Kraft nahm das besondere Schmuckstück von Bundespräsident Van der Bellen entgegen.

Martha Gschwandtner und Daniel Kraft promovierten an der Uni Graz sub auspiciis

Sie schafften einen Notendurchschnitt unter 1,5 ab der Oberstufe, bestanden sämtliche Abschlussprüfungen von der Reifeprüfung bis zum Rigorosum mit Auszeichnung und verfassten eine hervorragende Dissertation: Zur Krönung ihrer Leistungen wurden die Pharmazeutin Martha Gschwandtner und der Mathematiker Daniel Kraft heute Dienstag, dem 28. März 2017, in feierlichem Rahmen in der Aula der Karl-Franzens-Universität Graz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen „sub auspiciis“ promoviert. Van der Bellen, der diese Würdigung erstmals in seiner Funktion als Staatsoberhaupt vornahm, überreichte den beiden JungakademikerInnen einen Ehrenring mit dem Wappen der Republik Österreich. Insgesamt haben mit heutigem Datum seit dem Jahr 1953 182 KandidatInnen an der Uni Graz „unter den Augen“ des Bundespräsidenten promoviert.

„Diese außergewöhnlichen Leistungen von Martha Gschwandtner und Daniel Kraft sind sehr gute Beispiele für Exzellenz in der Lehre sowie Spitzenforschung – beides zählt zu den Kernaufgaben unserer Universität. Dass heute gleich zwei AbsolventInnen der Uni Graz sub auspiciis abschließen, freut mich als Rektorin ganz besonders“, gratulierte Christa Neuper. Bundespräsident Van der Bellen lobte den Mut der NachwuchswissenschafterInnen, sich auf neues Terrain zu wagen, und betonte: „Fast das wichtigste in der Forschung ist, eine unbefangene Neugier zu bewahren.“

Krebsforscherin und Zahlenakrobat

Martha Gschwandtner, geboren 1988 in Bad Ischl, studierte an der Uni Graz Pharmazeutische Wissenschaften. Im Jahre 2012 schloss das Doktoratsstudium der Naturwissenschaften an. „Developing Protein Mutant Libraries for Functional Studies and Biopharmaceutical Design“ lautet der Titel ihrer Dissertation, betreut von Univ.-Prof. Dr. Andreas Kungl. Darin beschäftigt sie sich mit dem Design, der Herstellung und der funktionellen Charakterisierung von entzündungs- und metastasenhemmenden Proteinen, welche potenzielle Biopharmazeutika gegen chronische Entzündungen und Krebs darstellen. Martha Gschwandtner ist Autorin und Co-Autorin mehrerer wissenschaftlicher Publikationen in einschlägigen Fachmagazinen und sammelte auf nationalen und internationalen Fachkongressen Vortragserfahrung. Zurzeit ist die Oberösterreicherin in München bei der MorphoSys AG, einem Unternehmen, das innovative biopharmazeutische Medikamente entwickelt, als Wissenschafterin tätig. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Onkologie und dem Ziel, das Leben schwerkranker PatientInnen zu verbessern.

Daniel Kraft, ebenfalls Jahrgang 1988, absolvierte in Rekordzeit die Bachelorstudien Mathematik und Physik sowie die Masterstudien Numerische Mathematik und Modellierung und Theoretische Physik an der Karl-Franzens-Universität Graz. Von 2012 bis 2015 belegte er das Doktoratsstudium der Mathematik. Seine Dissertation mit dem Titel „A Level-Set Framework for Shape Optimisation” wurde von Ao.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Ring betreut. Kraft beschäftigt sich darin mit der mathematischen Beschreibung von Formen. Damit lässt sich zum Beispiel die optimale Gestalt eines Werkstücks bestimmen oder ein Objekt in einem Bild erkennen.
Der Mathematiker wurde bereits während des Studiums mehrfach ausgezeichnet und publizierte in hochrangigen Journalen. Seit Jänner 2016 ist er Software-Entwickler bei Google in Zürich. Er arbeitet daran, die Ergebnisse von Suchanfragen zu verbessern, sodass Resultate etwa zu „Restaurants“ in der Nähe der BenutzerInnen zuerst angezeigt werden.

Erstellt von Dagmar Eklaude

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