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Montag, 18.03.2019

Hier ist Europa

Nikola Dimitrov und Nikos Kotzias (vorne v.l.) mit den Ministerpräsidenten (v.l.) Zoran Zaev (Nordmazedonien) und Alexis Tsipras (Griechenland)

Nikola Dimitrov und Nikos Kotzias (v.l.) bei der Unterzeichnung des Abkommens zur Beilegung des Namensstreits mit den Ministerpräsidenten (v.l.) Zoran Zaev (Nordmazedonien) und Alexis Tsipras (Griechenland). Foto: www.flickr.com/photos/vladamk/42141931764/in/album-72157697549663394, CC-Lizenz

Nikola Dimitrov, Außenminister Nordmazedoniens, spricht am 25. März an der Universität Graz über die EU-Integration seines Landes

Im Sommer 2018 vereinbarte Nikola Dimitrov, Außenminister der Republik Nordmazedonien, mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias am Prespa-See an der griechisch-mazedonischen Grenze die Beilegung des 27-jährigen Streits über den Namen seines Landes. Im Gegenzug für die Umbenennung der Republik Mazedonien in Republik Nordmazedonien erklärte sich Griechenland bereit, Beitrittsverhandlungen seines Nachbarstaats mit der EU und der NATO nicht weiter zu blockieren. Am 25. März hält Nikola Dimitrov an der Universität Graz einen Vortrag über dieses Abkommen und die europäische Integration seines Landes. Anschließend wird er mit dem Politikwissenschafter und Historiker Florian Bieber, Leiter des Zentrums für Südosteuropastudien der Universität Graz, und mit dem unabhängigen Journalisten Norbert Mappes-Niediek über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven diskutieren.

Dimitrov ist langjähriger Diplomat, unter anderem war er Botschafter in den USA und den Niederlanden. Nach seinem Rücktritt 2014 aufgrund der undemokratischen Zustände in Mazedonien wurde er Mitglied der „Balkans in Europe Policy Advisory Group“ (BiEPAG), die sich unter der Koordination von Florian Bieber für die Europäische Integration des westlichen Balkans einsetzt. Nach dem Regierungswechsel 2017 übernahm Dimitrov das Amt des Außenministers.
Florian Bieber befasst sich mit Demokratisierung und Nationalismus, insbesondere in Südosteuropa, und ist Sprecher des an der Universität Graz neu eingerichteten Profilbildenden Bereichs „Dimensionen der Europäisierung“. Dieser bündelt Forschungen über gesellschaftliche Transformationsprozesse in Vergangenheit und Gegenwart, mit einem besonderen Fokus auf Südosteuropa.
„Das Abkommen mit Griechenland ermöglicht Nordmazedonien neben dem NATO-Beitritt die EU-Integration, auch wenn es noch Widerstände in der Europäischen Union gibt. Gleichzeitig zeigt es die Anziehungskraft von Europa und wie Europäisierung im Idealfall Konflikte entschärfen kann“, unterstreicht Bieber.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion am 25. März stellt den Auftakt zum neuen Profilbildenden Bereich der Universität Graz dar und eröffnet auch den diesjährigen Länder-Schwerpunkt Nordmazedonien im Rahmen der Serie „Hier ist Europa“ der Akademie Graz.

„Getting to Europe from Prespa: The EU Integration of North Macedonia“
Vortrag und Diskussion in englischer Sprache
Nikola Dimitrov, Außenminister der Republik Nordmazedonien
Florian Bieber, Leiter des Zentrums für Südosteuropastudien der Universität Graz
Moderation: Norbert Mappes-Niediek, unabhängiger Journalist
Zeit: Montag, 25. März 2019, 17 Uhr
Ort: Meerscheinschlössl der Universität Graz, Mozartgasse 3, 8010 Graz

>> mehr Informationen
Anmeldung unter asngraz2018(at)uni-graz.at
Eintritt frei

Eine gemeinsame Veranstaltung der Akademie Graz, des Zentrums für Südosteuropastudien der Universität Graz, der Südosteuropa Gesellschaft und von Europe Direct Land Steiermark

Erstellt von Gudrun Pichler

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