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Mittwoch, 25.09.2013

Hochschulraumstrukturmittel Vol.2

Der 2012 von drei Universitäten gemeinsam angeschaffte Magnetresonanztomograph war der Startschuss für BioTechMed.

Der 2012 von drei Universitäten gemeinsam angeschaffte Magnetresonanztomograph war der Startschuss für BioTechMed. Drei gemeinsame Projekte sorgen für kräftige Impulse in der Forschung. Foto: Lunghammer

Finanzspritze für Gesundheitsforschung der drei Grazer Universitäten: BioTechMed erhält 4,4 Millionen Euro-Förderung

Einen kräftigen Schub erhält BioTechMed, die österreichweit einzigartige Forschungskooperation von Karl-Franzens-Universität, Medizinscher Universität und TU Graz. Gleich drei Projekte werden aus Fördermitteln der jüngsten Hochschulraumstruktur-Initiative des Wissenschaftsministeriums (BMWF) finanziert. Dank weiterer Investitionen werden insgesamt 14,1 Millionen Euro eingesetzt, um Forschung für Gesundheit voranzutreiben.

„BioTechMed hat sich zu einem bedeutenden Nukleus und wichtigen Motor am Standort Graz entwickelt. Die Förderzusagen sind eine Bestätigung für den gemeinsamen Kurs“, freuen sich die drei RektorInnen Christa Neuper (Uni Graz), Harald Kainz (TU Graz) und Josef Smolle (Med Uni) über die Finanzierung.

BioTechMed-Graz, 2011 ins Leben gerufen, ist eine Initiative zur Zusammenarbeit und Vernetzung von Karl-Franzens-Universität Graz, Medizinischer Universität Graz und TU Graz an der Schnittstelle von biomedizinischen Grundlagen, technologischer Entwicklungen und medizinischer Anwendung. Die drei neuen Projekte, die federführend von der Med Uni Graz in Kooperation mit TU Graz sowie Uni Graz beantragt wurden, verfolgen diesen Weg ehrgeizig weiter. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 14,1 Millionen Euro, davon werden 4,4 Millionen durch das BMWF gefördert.

Einblicke ins Gehirn
Faszinierende Ansichten des menschlichen Gehirns ermöglicht ein 2012 im Rahmen von BioTechMed angeschaffter 3-Tesla-Magnetresonanztomograph der drei Grazer Universitäten Karl-Franzens-Universität, TU Graz und Medizinische Universität. Das hochmoderne Gerät macht Reaktionen im Gehirn bis ins kleinste Detail sichtbar.
Ein weiteres Gerät, das bereits seit 2005 gemeinsam genutzt wird, kann dank der Fördermittel nun aufgerüstet und auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Damit kann der Schwerpunkt „Bildgebende Forschung“ intensiviert werden.
Gesamtkosten: 1,3 Millionen Euro; Förderung: 890.000,00 Euro

Einblicke in Zellen
Kleine Strukturen mit großer Wirkung: Die Zellforschung soll im Zuge eines neuen Exzellenzzentrums für superauflösende Mikroskopie und zelluläre Ultrastrukturforschung ausgebaut werden. Die bewilligten Mittel dienen der Etablierung neuester Technologien, um die drei existierenden Kernkompetenzbereiche des universitätsübergreifenden Licht-Mikroskopie-Netzwerks weiter zu stärken. Damit wird auch die bestmögliche Bearbeitung von Projekten aus der biomedizinischen Forschung in Graz langfristig und international kompetitiv garantiert sowie die Position von Graz als attraktiver Wissenschaftsstandort weiter gestärkt.
Gesamtkosten: 8,1 Millionen Euro; Förderung: 2 Millionen Euro

Einblicke in Moleküle
Die weitere Bündelung der in Graz erfolgreichen Forschungen zum Fettstoffwechsel in Gesundheit und Krankheit, insbesondere Atherosklerose, Diabetes und Krebs, sowie der Rolle von Lipiden als Botenstoffe des Körpers ist mit der Schaffung einer Exzellenz-Plattform im Rahmen des Omics Center Graz sichergestellt. Aufbauend auf die ZMF Core Facilities an der Med Uni Graz wird der Bereich Bioinformatik weiter ausgebaut. Die Anschaffung von drei Massenspektrometern sowie die Finanzierung von Personalressourcen im Bereich Bioinformatik machen Graz als erfolgreiches Zentrum für Lipidforschung international noch sichtbarer. Die technische und personelle Aufrüstung leistet einen wichtigen Beitrag, komplexe Zusammenhänge der Zellen und Moleküle im Organismus zu entschlüsseln, und neue Biomarker für Krankheiten zu entdecken.
Gesamtkosten: 4,7 Millionen Euro; Förderung: 1,5 Millionen Euro

BioTechMed hat sich zu einem bedeutenden Nukleus und wichtigen Motor am Standort Graz entwickelt.“  Christa Neuper (Uni Graz), Harald Kainz (TU Graz) und Josef Smolle (Med Uni)

Erstellt von Andreas Schweiger

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