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Montag, 08.04.2013

Polnische Parlamentarier in Wien

Das Parlament in Wien. Foto: anwyndarkelf/pixelio.de

Das Parlament in Wien. Foto: anwyndarkelf/pixelio.de

Ausstellung an der Uni Graz zeigt die Bedeutung galizischer Politiker in der Habsburgermonarchie auf

„Polenklub“ heißen bis heute jene Räumlichkeiten im österreichischen Parlamentsgebäude, die in der Habsburgermonarchie von den polnischen Abgeordneten genutzt wurden. Die Polen hatten regen Anteil am politischen und parlamentarischen Leben. Zweimal stellten sie den Präsidenten des Abgeordnetenhauses. Eine Ausstellung an der Karl-Franzens-Universität Graz zeigt das Leben und Wirken der bedeutendsten galizischen Politiker im Wiener Polenklub auf. Sie gibt dabei einen interessanten Einblick in die Geschichte des österreichischen Parlamentarismus und dokumentiert die historisch enge Verbindung der beiden Staaten.

 

Ausstellungseröffnung

„VIRIBUS UNITIS? Polnische Parlamentarier in der Habsburgermonarchie 1848–1918“

Zeit: Mittwoch, 17. April 2013, 19 Uhr

Ort: RESOWI-Zentrum der Karl-Franzens-Universität Graz, Bauteil E, 1. Stock, HS 15.14, Universitätsstraße 15, 8010 Graz

 

Namen wie Franciszek (Franz) Smolka, Kazimierz Badeni oder Agenor Gołuchowski, die dem Polenklub im Wiener Parlament angehörten, haben einen wichtigen Platz in der österreichischen Geschichte inne. „Viele Elemente der uns heute umgebenden und selbstverständlich erscheinenden Wirklichkeit verdanken wir ihren Entscheidungen – Schulen, Fabriken, Eisenbahnverbindungen“, weiß Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner, Leiter des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Karl-Franzens-Universität. Auf Initiative Karners und des Honorarkonsulats der Republik Polen macht die Ausstellung nach Stationen in Wien, München und mehreren polnischen Städten nun auch in Graz Halt. Entstanden ist die Schau in Kooperation zwischen dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, der Parlamentsdirektion und dem Österreichischen Staatsarchiv.

Dass es neben der konstruktiven Zusammenarbeit in der Donaumonarchie auch Nationalitätenkonflikte und divergierende Interessen gab, darauf verweist das Fragezeichen hinter dem Ausstellungstitel „Viribus Unitis?“ –mit vereinten Kräften, der Devise Kaiser Franz Josephs.

 

Die Schau ist von 17. April bis 17. Mai 2013 im RESOWI-Zentrum der Karl-Franzens-Universität Graz, Bauteil E-F, 2. Stock, Universitätsstraße 15 öffentlich zugänglich.

 

Um Anmeldung zur Ausstellungseröffnung am 17. April 2013 wird gebeten.

Erstellt von Gudrun Pichler

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