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Freitag, 11.03.2016

Preisregen

Rektorin Christa Neuper mit den Uni-Graz-PreisträgerInnen der Josef-Krainer-Preis 2016 Susanne Schwab, Andreas Konrad, Martina Rechbauer, Johannes Wally, Julia Haubenhofer und Edith Petschnigg (v.l.). Foto: Fischer. ©Foto Fischer

Rektorin Christa Neuper mit den Uni-Graz-PreisträgerInnen der Josef-Krainer-Preis 2016 Susanne Schwab, Andreas Konrad, Martina Rechbauer, Johannes Wally, Julia Haubenhofer und Edith Petschnigg (v.l.). Foto: Fischer.

Sechs Jung-ForscherInnen der Uni Graz mit Josef-Krainer-Preisen ausgezeichnet

Die Hälfte jener JungforscherInnen, die am 10. März 2016 von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in der Aula der Alten Universität in Graz mit Josef-Krainer-Preisen ausgezeichnet wurden, kommen von der Karl-Franzens-Universität Graz. Assoz.-Prof. Dr. Susanne Schwab erhielt den Würdigungspreis, Förderungspreise gingen an Dr. Julia Haubenhofer, Dr. Andreas Konrad, Dr. Edith Petschnigg, Dr. Martina Rechbauer und Dr. Johannes Wally.


Susanne Schwab (Erziehungswissenschaften) ist eine der jüngsten habilitierten Wissenschafterinnen im deutschsprachigen Raum. Die 29-Jährige ist seit kurzem Assoziierte Professorin am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Uni Graz. Sie absolvierte das Masterstudium Interdisziplinäre Geschlechterstudien, das Masterstudium der Sozialpädagogik sowie das Doktoratsstudium der Psychologie. In ihren Forschungen beschäftigt sie sich mit der Frage, wie schulische Inklusion – also der Unterricht von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in einer gemeinsamen Klasse – optimal umgesetzt werden kann.


Julia Haubenhofer (Rechtswissenschaften) promovierte an der Karl-Franzens-Universität mit einer Dissertation zum Rechtsschutz gegen Opfer von Gewalt und Furchterregung, einem Teilbereich des römischen Deliktsrechts. Für ihre Arbeit erhielt sie im Vorjahr den Förderungspreis der Dr. Maria Schaumayer-Stiftung. Derzeit ist sie der Universität Graz als Lehrbeauftragte verbunden: Sie hält ein Seminar zum Thema Natur als moralische Instanz im juristischen Diskurs der Antike.


Andreas Konrad (Sportwissenschaften) erforschte in seiner Dissertation die Auswirkungen unterschiedlicher Dehnmethoden auf den Muskel-Sehnen-Komplex. Für die Qualität seiner Arbeit spricht unter anderem auch die Auszeichnung mit dem Sportwissenschaftlichen Preis des Landes Steiermark 2014. In seinem Studium der Betriebswirtschaft stand Bewegung ebenfalls im Mittelpunkt: In der Masterarbeit beschäftigte er sich mit der Effizienzmessung der österreichischen Fußballbundesliga.


Edith Petschnigg (Theologie) absolvierte das Studium der Geschichte und der Fächerkombination „Bühne, Film und andere Medien“ an der Karl-Franzens-Universität. Als Historikerin war sie über mehrere Jahre Projektmitarbeiterin am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung in Graz. Parallel dazu startete sie mit dem Studium der Katholischen Fachtheologie, das sie mit einer Dissertation zur Entwicklung und Bedeutung des jüdisch-christlichen Dialogs in Deutschland und Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg abschloss.


Martina Rechbauer (Sozial- und Wirtschaftswissenschaften) studierte parallel zum Diplomstudium der Wirtschaftspädagogik auch Betriebswirtschaft mit Auszeichnung. Im Doktoratsstudium widmete sie sich der betriebswirtschaftlichen Steuerlehre. In ihrer Dissertation, für die sie bereits den Forschungspreis der Akademie der Wirtschaftstreuhänder erhielt, untersuchte sie den Einfluss steuerlicher Verlustvorträge auf das Verhalten von Unternehmen.


Johannes Wally (Geisteswissenschaften) absolvierte neben einem Masterstudium in Europäischer Integration an der Donauuniversität Krems das Studium der Anglistik und Germanistik an der Universität Wien. Im Mai 2014 promovierte er mit Auszeichnung zum Doktor der Philosophie an der Uni Graz. In seiner Dissertation untersuchte er Werke des britischen Autors Ian McEwan mit Blick auf deren weltanschauliche Folgerungen. Dabei ging er insbesondere auf den so genannten „New Atheism“ ein, einem im vergangenen Jahrzehnt im angelsächsischen Sprachraum aufgekommenen, öffentlich bekennenden Atheismus.


Die „Josef Krainer-Preise“ werden vom „Steirischen Gedenkwerk Josef Krainer“ seit seiner Gründung 1973 vergeben, seit 1993 in den drei Kategorien „Großer Josef Krainer-Preis“, „Josef Krainer-Würdigungspreis“ und „Josef Krainer-Förderungspreis“. Sie sind gedacht als Würdigung hervorragender Leistungen in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft sowie Umweltschutz und Sozialpflege.

Erstellt von Gerhild Kastrun

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