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Donnerstag, 27.02.2014

Restaurierung

Das Hans-Gross-Kriminalmuseum an der Karl-Franzens-Universität Graz wird generalsaniert. Der Ausstellungsraum bleibt vorübergehend geschlossen. Multimediale Führungen laufen weiter.

Kriminalmuseum der Uni Graz wird saniert: Multimediale Führungen stellen Betrieb sicher

Das Hans-Gross-Kriminalmuseum an der Karl-Franzens-Universität Graz wird generalsaniert. Der Ausstellungsraum bleibt vorübergehend geschlossen, um aufgrund von Schimmelbefall an einzelnen Objekten unverzüglich mit den Restaurierungsarbeiten beginnen zu können. Sowohl konservatorische als auch arbeitsmedizinische Erhebungen stützen die Entscheidung von Forschungs-Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Peter Scherrer. „Der Ausstellungsbetrieb läuft in Form von multimedialen Führungen an der Uni Graz weiter“, versichert Ao.Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Reisinger, Leiter der Universitätsmuseen.
Mit mehr als 6000 BesucherInnen pro Jahr ist die Sammlung, die 1896 vom Grazer Juristen Hans Gross gegründet wurde, ein wertvoller Publikumsmagnet. „Der einwandfreie Zustand des Museums ist für die Universität sehr wichtig“, so Reisinger.

Aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit im Ausstellungsraum im Untergeschoss des 120 Jahre alten Hauptgebäudes hat die Universität in den vergangenen Monaten bereits Schritte eingeleitet: Unter anderem wurden im Herbst 2013 die Regenabwasserkanäle im Innenhof des Hauptgebäudes von der Bundesimmobiliengesellschaft saniert sowie Entfeuchtungsgeräte aufgestellt.
Es zeigte sich jedoch, dass weitere Aktivitäten notwendig sind. „Die Objekte müssen gesäubert, der Raum adaptiert werden“, bestätigt Reisinger. Fachfirmen werden beauftragt, um die Situation genau zu erheben, die Kosten abzuschätzen und die Gegenstände sachgemäß zu restaurieren.
Reisinger: „Ziel ist es, das Kriminalmuseum bestmöglich zu sanieren. Es sollen auch neue Präsentationsmöglichkeiten entwickelt werden.“

Der Kustos und Kurator des Kriminalmuseums, Priv.-Doz. DDr. Christian Bachhiesl, der kürzlich ein neues Büro in der Harrachgasse bezogen hat, wird interessierte BesucherInnen in multimedialen Vorträgen durch die faszinierende Sammlung mit Mordwerkzeugen, Waffen und kuriosen Corpora Delicti führen.
Die Veranstaltungen weichen in Ersatzräume an der Uni Graz aus. So wird der Vortrag „Flugpolizei und andere Spezialeinheiten in Russland“ am 6. März 2014 um 19 Uhr im Hörsaal 01.15 im 1. Stock des Hauptgebäudes der Universität stattfinden.

Erstellt von Andreas Schweiger

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