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Mittwoch, 10.10.2012

SchülerInnen schreiben Wissenschaft

Univ.-Prof. Dr. Peter Posch, Ministerialrat DI Christian Dorninger und Univ.-Prof. Dr. Konrad Krainer überreichen Helga Kulac vom BRG Kepler und Dr. Uwe Simon (3.v.l.) vom Fachdidaktikzentrum für Biologie und Umweltkunde der Uni Graz den IMST-Award 2012

Univ.-Prof. Dr. Peter Posch, Ministerialrat DI Christian Dorninger und Univ.-Prof. Dr. Konrad Krainer überreichen Helga Kulac vom BRG Kepler und Dr. Uwe Simon (3.v.l.) vom Fachdidaktikzentrum für Biologie und Umweltkunde der Uni Graz den IMST-Award 2012 in der Kategorie „institutionsübergreifende Projekte“. Foto: IMST

Ein Grazer Schulprojekt für die Jugendzeitung „Young Science“ wurde mit dem IMST Award 2012 prämiert

Artikel schreiben im Unterricht, wissenschaftliche Inhalte in spannende Texte verpacken, mit einem Journalisten einen Titel diskutieren: SchülerInnen des BRG Kepler in Graz haben im letzten Schuljahr zu selbst gewählten Themen Beiträge für die neue naturwissenschaftliche Jugendzeitung „Young Science“ verfasst. Die Chefredaktion lag beim Initiator des Projekts, Dr. Uwe Simon vom Fachdidaktikzentrum für Biologie und Umweltkunde der Karl-Franzens-Universität Graz. Für seinen fächerübergreifenden und innovativen Ansatz wurde „Young Science Journalism“ mit dem IMST Award 2012 des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur in der Kategorie „institutionsübergreifende Projekte“ ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung fand im Rahmen der IMST-Tagung am 26. September 2012 im Stift Viktring/Kärnten statt.

 

Das Besondere an „Young Science Journalism“: Die Artikel entstanden unter gemeinsamer Betreuung von Biologie- und Deutschlehrerin, eines Journalisten und eines Fachdidaktikers. SchülerInnen und Lehrerinnen profitierten von dem fächerübergreifenden Ansatz, bei dem die Jugendlichen ausgesprochen anregende und informative Texte von Magersucht bis Ölschieferabbau schrieben.

 

Die Konzeption und wissenschaftliche Begleitforschung übernahm Dr. Uwe Simon vom Fachdidaktikzentrum für Biologie und Umweltkunde der Karl-Franzens-Universität Graz. „Es zeigte sich, dass die Mädchen dem Lesen und Schreiben gegenüber viel positiver eingestellt waren als die Buben. Doch empfanden beide Geschlechter das Projekt als überaus hilfreich in der Stärkung ihrer Schreibkompetenz – was von der Deutschlehrerin bestätigt wurde“, berichtet Simon. Besonders erfreulich sei, dass sowohl Buben als auch Mädchen nach dem Projekt ein deutlich größeres Interesse an Naturwissenschaften zeigten. „Schreiben sollte somit einen festen Platz in den Fächern Biologie, Chemie und Physik haben“, ist Uwe Simon überzeugt, „gerade auch im Hinblick auf die bald verpflichtende Vorwissenschaftliche Arbeit.“

 

IMST ist ein flexibles Unterstützungssystem des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur mit dem Ziel, eine Innovationskultur zur Stärkung des MINDT-Unterrichts (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Deutsch, Technik) an österreichischen Schulen zu etablieren und strukturell zu verankern.

Erstellt von Uwe Simon & Gudrun Pichler

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