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Montag, 27.10.2014

Schule verbessern

Wie man Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache am besten fördert, wird LehrerInnen derzeit zu wenig vermittelt. Die Uni Graz möchte die Ausbildung verbessern. Foto: Microsoft

Wie man Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache am besten fördert, wird LehrerInnen derzeit zu wenig vermittelt. Die Uni Graz möchte die Ausbildung verbessern. Foto: Microsoft

Umfrage der Uni Graz zeigt: LehrerInnen fehlt Ausbildung zur Sprachförderung

88 Prozent der steirischen LehrerInnen fühlen sich unzureichend auf den Umgang mit jenen Kindern vorbereitet, die die Unterrichtssprache Deutsch nur mangelhaft beherrschen. Das zeigt eine Umfrage des Fachdidaktikzentrums der Geisteswissenschaftlichen Fakultät an der Uni Graz in Kooperation mit dem Landesschulrat für Steiermark. „Überfordert fühlen sich insbesonders PädagogInnen, die kein Sprachfach unterrichten“, berichtet Zentrumsleiterin Univ.-Prof. Dr. Sabine Schmölzer-Eibinger. 95 Prozent der Lehrkräfte an Neuen Mittelschulen gaben an, im Zuge ihrer Ausbildung zu wenig Kompetenz in diesem Bereich erworben zu haben. Gleichzeitig konstatierten 84 Prozent der Volksschul- und 70 Prozent der Mittelschul-LehrerInnen, dass sie SchülerInnen mit Sprachförderbedarf in ihren Klassen haben.
„81 Prozent der befragten PädagogInnen wünschen sich daher, dass Inhalte zu Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache verbindlicher Teil der Ausbildung sein sollten“, weiß Schmölzer-Eibinger. „Diese Forderung müssen wir bei den neuen Curricula für Lehramtsstudien, die wir gerade ausarbeiten, unbedingt berücksichtigen“, so die Expertin. Einschlägige Weiterbildungsangebote nach Studienende würden zu wenig wahrgenommen.

Die an eine Studie des deutschen Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache angelehnte Umfrage richtete sich an mehr als 200 LehrerInnen an verschiedenen Schultypen. „Die steirischen Ergebnisse sind wesentlich alarmierender als die deutschen“, stellt Schmölzer-Eibinger fest. Neben einer besseren Ausbildung wünschen sich die PädagogInnen unter anderem zusätzliches qualifiziertes Personal und mehr Zeit für die individuelle Förderung.

Erstellt von Dagmar Eklaude

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