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Dienstag, 04.08.2020

Starkes Signal

Europäische Hochschul-Allianz Arqus wirbt zusätzliche EU-Förderung von zwei Millionen Euro für gemeinsame Forschungs- und Innovationsagenden ein

Ein gemeinsamer Hochschulraum, in dem Studierende, Lehrende und Forschende zu einem starken, inklusiven, weltoffenen Europa beitragen: das ist die Vision der European Universities. Mit 17 Allianzen und insgesamt 115 Hochschulen ist die Initiative der Europäischen Kommission 2019 gestartet. Als eine der ersten beiden österreichischen European Universities ist die Universität Graz Partnerin in der Hochschul-Allianz Arqus. Diese konnte nun eine Top-Up-Förderung der EU-Kommission in Höhe von zwei Millionen Euro aus dem Horizon 2020-Programm für Forschung und Innovation einwerben. Die Förderung soll für eine noch stärkere Zusammenarbeit zwischen Bildung, Forschung und Innovation sorgen und den Universitäten ermöglichen, Lösungen für Europas große Herausforderungen zu erarbeiten, so EU-Kommissarin Marija Gabriel. Sie ergänzt damit die fünf Millionen Euro, die Arqus vergangenes Jahr als eine der ersten 17 Allianzen im Rahmen von Erasmus+ erhalten hat.


Forschungsschwerpunkte zu Künstlicher Intelligenz/Digitaler Transformation und zu Green Deal/Klimawandel
Mit dem Projekt „Arqus Research & Innovation“ verfolgen die Partneruniversitäten das Ziel, den strukturellen Ausbau ihrer Allianz weiter voranzutreiben und gemeinsame Forschungsagenden und -projekte zu entwickeln. „Wir haben die Themenfelder Künstliche Intelligenz (KI) und Digitale Transformation sowie Green Deal und Klimawandel als Schwerpunkte für gemeinsame Forschungs- und Innovationsagenden gewählt, da hier in den nächsten Jahren Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen durch die universitäre Forschung erfolgen werden. Als Allgemeinuniversität kann die Universität Graz mit ihrem breiten Fächerspektrum umfassend zur disziplinären als auch interdisziplinären Forschung zum digitalen Wandel und zum Green Deal beitragen“, unterstreicht Petra Schaper-Rinkel, Vizerektorin für Digitalisierung, Mitglied des Arqus Steering Committees und Projektleiterin des H2020 Projekts „Arqus Research & Innovation“ an der Universität Graz.


Das Projekt „Arqus Research & Innovation“ ist um drei große „Challenges“ organisiert, die alle darauf abzielen, eine nachhaltig verstärkte Zusammenarbeit zu fördern. In der ersten bekommen die WissenschafterInnen der sieben Arqus-Partnerinnen die Möglichkeit, sich in den beiden Themenbereichen europaweit zu vernetzen. Die zweite Challenge hat zum Ziel, neue Methoden für die Bewertung bzw. die akademische Anerkennung von Leistungen und Fähigkeiten zu etablieren. Ein weiterer Schwerpunkt besteht darin, gemeinsam mit den Partneruniversitäten Konzepte einer Offenen Wissenschaft voranzutreiben und gesellschaftliche AkteurInnen und BürgerInnen stärker einzubinden.


Über Arqus
Die Arqus European University Alliance vereint die Universitäten Bergen, Granada, Graz, Leipzig, Lyon, Padua und Vilnius. Die sieben Partneruniversitäten haben sich zum Ziel gesetzt, neue Formen der Kooperation ins Leben zu rufen, die weit über das bisherige Maß hinausgehen und den Europäischen Hochschulraum konsolidieren. Durch die langfristige und intensive Zusammenarbeit bietet die Allianz ein innovatives Laboratorium für institutionelles Lernen. Das soll die Qualität von Bildung und Forschung weiterentwickeln und ein tiefergehendes soziales, kulturelles und gesellschaftliches Engagement schaffen, um:

•    engagierte, kritisch denkende BürgerInnen zu kompetenten EntscheidungsträgerInnen auszubilden,
•    ein Vorbild für europäische Integration im Hochschulbereich zu werden
•    und um Erfahrungen und Erfolge auf europäischer und globaler Ebene weiterzugeben.

24 neue Hochschul-Allianzen
Vor knapp einem Monat wurden weitere 24 Hochschul-Allianzen von der Europäischen Kommission für eine Förderung ausgewählt. Österreich ist in dieser zweiten Runde mit der Montanuniversität Leoben, der Universität Innsbruck, der FH St. Pölten, der WU Wien, der FH Vorarlberg und dem Management Center Innsbruck stark vertreten.

Erstellt von Gerhild Leljak

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