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Mittwoch, 19.11.2014

Stipendien für JungforscherInnen

V.l.: Universitätsrats-Vorsitzender Othmar Ederer, Rektorin Christa Neuper, Sofie Waltl, Melanie Hendler, David Schönmayr, Teresa Habjan und Friedrich Santner, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Verwaltungssparkasse. Foto: cp-pictures/Uni Graz

V.l.: Universitätsrats-Vorsitzender Othmar Ederer, Rektorin Christa Neuper, die StipendiatInnen Sofie Waltl, Melanie Hendler, David Schönmayr, Teresa Habjan und Friedrich Santner, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Verwaltungssparkasse. Foto: cp-pictures/Uni Graz

Steiermärkische Sparkasse und Universitätsrat fördern DissertantInnen der Uni Graz mit 96.000 Euro

Wie kann im Schulunterricht das Verständnis von Sachtexten gefördert werden? Wie lassen sich Prognosemethoden für den Immobilienmarkt verbessern? Wo besteht Optimierungsbedarf bei den Steuerungsinstrumenten im Klimaschutzrecht? Und wie können mehr Recycling-Kunststoffe in der Automobilindustrie verwendet werden? Vier exzellente DissertantInnen der Karl-Franzens-Universität Graz widmen sich diesen Fragen im Rahmen ihrer Doktorarbeiten. Um sich ganz auf ihre Forschungen konzentrieren zu können, werden sie von der Steiermärkischen Sparkasse und dem Universitätsrat mit insgesamt 96.000 Euro unterstützt. Die Stipendien aus dem JungforscherInnen-Fonds wurden heute, am 19. November 2014, in der Aula der Uni Graz verliehen.

 

„Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zählt zu den vorrangigen Anliegen der Universität Graz. Sie schafft das Fundament für exzellente Forschung und trägt damit wesentlich zur Stärkung des Standorts bei. Der JungforscherInnen-Fonds, mit dem die Steiermärkische Sparkasse und der Universitätsrat seit 2006 hervorragende DissertantInnen unterstützen, ist eine wichtige Säule in der Nachwuchsförderung der Universität Graz“, unterstreicht Rektorin Christa Neuper.

Dr. Friedrich Santner, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Verwaltungssparkasse, und Dr. Othmar Ederer, Vorsitzender des Universitätsrats, überreichten die Stipendien an die vier ausgewählten JungforscherInnen.

 

Die Steiermärkische Sparkasse stellt insgesamt 72.000 Euro zur Verfügung. Drei DissertantInnen erhalten jeweils für zwei Jahre ein Stipendium in Höhe von monatlich 1.000 Euro. „Seit ihrer Gründung hat die Sparkasse stets ein Auge auf das Gemeinwohl. Durch ihre Initiativen schafft die Steiermärkische Sparkasse einen Mehrwert für die Gesellschaft, der in Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Budgets nicht mehr wegzudenken ist. Die Stipendien sind ein Beitrag, Bildung und Forschung zu unterstützen“, betont Friedrich Santner.

 

Der Universitätsrat finanziert ein Stipendium in Höhe von 24.000 Euro. Mitglieder des Universitätsrats spenden ihre Vergütung für den JungforscherInnen-Fonds. „Mit dem Stipendium wollen wir hochqualifizierte NachwuchsforscherInnen dabei unterstützen, ihre Kompetenzen in der Forschung zu erproben, ihre Fähigkeiten zur wissenschaftlichen Kommunikation zu entwickeln und sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten“, erklärt Othmar Ederer.


Die StipendiatInnen des JungforscherInnen-Fonds 2014

Die Steiermärkische Sparkasse finanziert jeweils ein Stipendium in Höhe von 24.000 Euro für Mag. Teresa Habjan, Melanie Hendler, MA, und Mag. David Schönmayr.

Teresa Habjan beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem Klimaschutzrecht in Österreich und untersucht dabei ausgehend vom österreichischen Klimaschutzgesetz das Zusammenspiel der eingesetzten Steuerungsinstrumente sowie die Koordination der verschiedenen AkteurInnen. Ein Ziel ist die Identifikation von Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten.

Melanie Hendler untersucht in ihrer Dissertation mentale Operationen der Informationsverarbeitung und -reproduktion beim schriftlichen Zusammenfassen von schulischen Sachtexten. Mithilfe eines eigens entwickelten didaktischen Schreibmodells werden Möglichkeiten zur Förderung jener spezifisch kognitiven Fähigkeiten, die für das Zusammenfassen notwendig sind, an steirischen Schulen erprobt.

David Schönmayr zeigt in seiner Dissertation Möglichkeiten auf, wie die Verwendung wiederverwerteter Kunststoffe in der Fahrzeugindustrie erhöht und damit die Kreislaufwirtschaft angeregt werden kann.

Das Stipendium des Universitätsrats in Höhe von 24.000 Euro erhielt Dipl.-Ing. Sofie Waltl, die sich in ihrer Dissertation mit der Modellierung des Immobilienmarktes sowie mit der Konstruktion und Prognose von Immobilienpreisindices beschäftigt.

Erstellt von Gudrun Pichler

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