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Dienstag, 22.05.2012

Universitätsverlag: neues Buch über Brettschuhs Landschaftsmalerei

Buchcover: Grenzland – Brettschuhs Annäherung an die Landschaft

Ans Wabl: Grenzland – Brettschuhs Annäherung an die Landschaft

Der Landschaftsmalerei Gerald Brettschuhs hat sich die Kunsthistorikerin Ans Wabl in ihrer Diplomarbeit an der Karl-Franzens-Universität Graz gewidmet. Unter dem Titel „Grenzland – Brettschuhs Annäherung an die Landschaft“ ist das Ergebnis ihrer Forschungen im Grazer Universitätsverlag erschienen. Mit zahlreichen Bildern und erschließenden Texten führt das Buch durch das Werk und den gedanklichen Kosmos des international bekannten Malers aus der Südsteiermark, für den das Grenzland seiner Heimat stets ein zentrales Bildthema war.

Nach einer historisch-begrifflichen Bestimmung der Landschaft beginnt die Kunsthistorikerin ihre Reise ins Grenzland mit dem grafischen Frühwerk Brettschuhs in den 1970er-Jahren. Im Zusammenhang mit seinem Schaffen im darauffolgenden Jahrzehnt findet auch die Kunstsituation in der Steiermark allgemein Beachtung, etwa die Bedeutung der Neuen Galerie in Graz für die „Neue Malerei“. Die 1990er-Jahre erleben den Trend zum „global village“, doch Brettschuh bleibt „radikal“ in seiner Auseinandersetzung mit dem steirisch-slowenischen Grenzland. Eine neue Ära, so die Autorin, bricht 2001 an, als das südsteirische Weinland zum Landschaftsschutzgebiet erklärt wird. In Brettschuhs Gemälden halten Figuren Einzug in die Landschaft. Die menschliche Interaktion mit der Natur wird zu einem bestimmenden Thema des heute 71-jährigen Künstlers.

„Das Grenzland, so wie es uns in Brettschuhs Werk entgegentritt, ist durchwegs von der Imagination und der Gestaltungskraft des Malers geprägt“, schreibt der Grazer Kunsthistoriker Em.Univ.-Prof. Dr. Götz Pochat im Klappentext des Buches. Die Bilder regen an zum „Aufbruch aus der sichtbaren Welt in die Region der imaginären, inneren Erfahrung“, so Pochat. Und Ans Wabl formuliert: „Grenzland bedeutet hier Schwellen-Land, zwischen Innen- und Außenwelt angesiedelt, ständige Grenzüberschreitung in die eine oder die andere Richtung.“

Das Buch „Grenzland – Brettschuhs Annäherung an die Landschaft“ von Ans Wabl wird demnächst in die Bibliothek für zeitgenössische Österreichische Kunst aufgenommen.

Erstellt von Gudrun Pichler

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