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Montag, 27.03.2017

Zwischen Dynamik und Ausbeutung

Lange ANwesenheit, ständige Verfügbarkeit: Konferenz der Uni Graz nimmt Arbeitszeitmodelle unter die Lupe. Foto: iStockphoto/Monkey Business Images

Lange ANwesenheit, ständige Verfügbarkeit: Konferenz der Uni Graz nimmt Arbeitszeitmodelle unter die Lupe. Foto: iStockphoto/Monkey Business Images

Internationaler Workshop an der Uni Graz untersucht extreme Arbeitszeiten

Zwölf-Stunden-Tag, sechste Urlaubswoche, Home-Office, Erreichbarkeit rund um die Uhr: Das Thema Arbeitszeit wird heftig diskutiert wie kaum ein anderes. In einer Konferenz von 29. bis 31. März 2017 an der Uni Graz analysieren internationale ExpertInnen Arbeitszeitregelungen in Unternehmen aus der Sicht des Managements, der Beschäftigten und der Gesetzgebung.
„Flexiblere Zeiten, digitale Technologien und die Beschleunigung der Gesellschaft setzen ArbeitnehmerInnen häufig unter Druck. Wir untersuchen, wie extrem lange Arbeitszeiten entstehen, welche Konsequenzen sie haben und wie Arbeitszeit-Systeme geändert werden können“, beschreibt Organisatorin Univ.-Prof. Dr. Renate Ortlieb vom Institut für Personalpolitik. Dabei spielen auch die Faktoren Belastung und Gesundheit eine wesentliche Rolle.
ReferentInnen stellen beim Workshop unter anderem das kursierende Ideal der männlichen Vollzeit-Arbeitskraft in Führungspositionen in Frage und fordern auch im Managementbereich Teilzeit-Modelle. Außerdem weisen sie auf die sinkende Produktivität in manchen Service-Firmen hin, die extra lange Anwesenheiten ihrer MitarbeiterInnen fordern. Welche Rolle flexible Zeiten und freie Einteilung für Unternehmen wie Angestellte bedeuten, wird ebenfalls dargelegt.

Die Konferenz wird von der Uni Graz in Kooperation mit der Freien Universität Berlin und der Copenhagen Business School organisiert. Nähere Informationen finden sich auf time-workshop2017.uni-graz.at

Erstellt von Dagmar Eklaude

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