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Die Untersteiermark im Portrait

Universität

Drei Postkarten von Lasko/Tüffer auf Basis derselben Ortsansicht, produziert von unterschiedlichen Verlagen und mit unterschiedlichen Sprachvarianten (slowenisch, deutsch, zweisprachig). Aus dem Jahr 1905-1915. Bilder: Slowenische National- und Universitätsbibliothek, Zentrale Bibliothek Celje.

Forschende der Universität Graz beleuchten historische Postkarten als Medium der Zweisprachigkeit

Mehrsprachigkeit ist nicht nur ein Phänomen moderner Gesellschaften. In der österreichischen Steiermark und der slowenischen Region Štajerska – die bis 1918 im Kronland Steiermark vereint waren – existierten beispielsweise das Slowenische und das Deutsche über Jahrhunderte nebeneinander. Ausgehend von einem Forschungsprojekt der Universität Graz wird das ab 21. September 2018 im Rahmen einer Ausstellung im Pavelhaus/Pavlova hiša in Bad Radkersburg sichtbar gemacht – anhand von historischen Postkarten.

Im Jubiläumsjahr 2018 werden Postkarten einmal nicht als Urlaubsmedium, sondern als Träger von Geschichte interpretiert: Historische Postkarten von Laško im heutigen Slowenien etwa zeigen, wie selbstverständlich Zweisprachigkeit auf Postkarten dieser Region in der Zeit um 1900 war. „Und auch die Mitteilungen, welche die Menschen einander auf Postkarten zusandten, erzählen von einem Mit- und Nebeneinander der Sprachen, das heute weitgehend vergessen ist“, erklärt Karin Almasy. Gemeinsam mit Eva Tropper kuratiert sie die Ausstellung. Ein Team aus HistorikerInnen und SlawistInnen der Universität Graz unter Leitung von Prof. Heinrich Pfandl hat seit 2016 mehrere tausend historische Postkarten aus der Zeit zwischen 1890 und 1920 gesichtet, die auf dem Gebiet der historischen Untersteiermark oder Spodnja Štajerska in Verwendung waren. Ein grenzüberschreitendes Projekt, bei dem slowenische ebenso wie österreichische Archive und Sammlungen beteiligt waren.

Mit der Ausstellung unter dem Titel „ŠTAJER-MARK“ geht die Universität Graz nun mit den Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit. „Wir wollen zeigen, welche Bilder des gemeinsam bewohnten Raums in Umlauf kamen – und welche Geschichten die schriftlichen Spuren auf Postkarten über das Zusammenleben von slowenisch- und deutschsprachigen Menschen in der Untersteiermark erzählen können“, führt Tropper aus. Postkarten erlauben dabei eine Perspektive „von unten“, denn sie waren ein massenhaft verbreitetes Alltagsmedium, das von breiten Teilen der Bevölkerung verwendet worden ist. An ihnen lässt sich nicht nur die Geschichte einer zusehenden Vereinnahmung von Sprache durch die entstehenden Nationalbewegungen nachvollziehen, sondern auch eine Geschichte des Miteinanders, des Kontakts und der Gemeinsamkeiten.

Die Ausstellung legt den Schwerpunkt auf die Zeit bis 1918, verfolgt aber auch die politischen Zäsuren danach. Parallel zur Ausstellung entsteht auch eine Online-Postkartensammlung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities an der Uni Graz), die 2019 öffentlich zugänglich sein wird.

„ŠTAJER-MARK“: Der gemeinsamen Gesichte auf der Spur: Postkarten der historischen Untersteiermark

Wann? Eröffnung 21. September 2018, 18:30
Wo? Laafeld 30, 8490 Bad Radkersburg
Der Eintritt ist frei!

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