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Gesellschaftlicher Auftrag

Land Steiermark und Universität Graz vergaben die Sportwissenschaftlichen Preise an vier junge ForscherInnen

Die Sportwissenschaftlichen Preise des Landes Steiermark honorieren junge Forschung mit Sportsgeist, die sich mit Themen von hoher gesellschaftlicher Relevanz sowie mit grundlegenden Fragen der Biomechanik, Trainingstherapie, Sportpädagogik und Public Health beschäftigt. Für ihre Dissertationen beziehungsweise Masterarbeit wurden Karina Schauer, Annika Kruse, Wolfgang Rebesch-Ruf und Florian Spendier heute, am 21. November 2018, ausgezeichnet. Sportlandesrat Anton Lang überreichte die mit insgesamt 2 000 Euro dotierten Prämien im Rahmen eines Festaktes im Meerscheinschlössl an der Universität Graz. Seitens der Universität gratulierten Peter Riedler, Vizerektor für Finanzen, Ressourcen und Standortentwicklung, und Barbara Gasteiger-Klicpera, Dekanin der Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät.

Landesrat Anton Lang betonte: „Die Studierenden demonstrieren in ihren Forschungsarbeiten, wie essenziell sich Sport und Bewegung auf unsere Gesellschaft auswirken, und leisten damit sowohl für die Praxis als auch für die Forschungsstandorte Graz und Steiermark einen wesentlichen Beitrag.“ Vizerektor Peter Riedler unterstrich: „Gesellschaftsrelevante Forschung zu betreiben und bei dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, ist der Universität Graz ein großes Anliegen. Die vier heute ausgezeichneten AbsolventInnen zeigen deutlich, wie gut die so wichtige Grundlagenforschung mit konkreten Anwendungsmöglichkeiten verschränkbar ist.“



Die ausgezeichneten Abschlussarbeiten:

Karina Schauer: „Craniosacral-Therapie bei Befindlichkeitsstörungen: Wirkungsaspekte der Craniosacral-Therapie auf die Körpererfahrung aus PatientInnenperspektive. Eine qualitative Studie“ (Dissertation). Befindlichkeitsstörungen sind subjektiv wahrgenommene, negative Empfindungen, die keinem eindeutigen Krankheitsbild zugeordnet werden können. Karina Schauer hat untersucht, ob Craniosacral-Therapie (CST) hier Abhilfe schaffen kann. Sie hat festgestellt, dass CST eine effektive und risikoarme Therapie-Zusatzform ist, die unter anderem bei Rücken-, Bauch- und Nervenschmerzen sowie bei Beschwerden des Verdauungstrakts positive Ergebnisse erzielt.

 

Annika Kruse: “Muscle and tendon properties in children with spastic cerebral palsy.  Morpho-mechanical adaptations and effects of strength training” (Dissertation). Spastische Zerebralparese (ZP) ist eine neuromuskuläre Störung bei Kindern, die aus einer Schädigung des Gehirns resultiert. Dadurch verändert sich das Muskel-Skelett-System, was große Einschränkungen im Alltag zur Folge hat. Annika Kruse hat ein Kraftrainingsprogramm bei betroffenen Kindern eingesetzt, um zu analysieren, ob der Muskel-Sehnen-Komplex der Wadenmuskulatur davon profitiert. Obwohl sich die Kinder bei Alltagsbewegungen funktionell verbesserten, konnten nach acht Wochen noch keine strukturellen Veränderungen des Muskel-Sehnen-Komplexes beobachtet werden.

 

Wolfgang Rebesch-Ruf: „Determinanten zur Förderung körperlicher Aktivität von Menschen mit psychischen Erkrankungen - eine qualitative Studie“ (Dissertation). Menschen mit psychischen Erkrankungen haben im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Bewegung wirkt positiv auf die Symptome, allerdings muss die Zielgruppe der psychisch Erkrankten in den auf sie zugeschnittenen Bewegungsprogrammen – etwa in psychosozialen Einrichtungen und Vereinen – auch klar und offen so benannt werden. Das ist das Fazit von Wolfgang Schebesch-Ruf, der sich mit der Frage beschäftigt hat, welche Faktoren die Aktivität von Betroffenen fördert.

 

Florian Spendier: „Schwellenbestimmungen während einer stufenförmig ansteigenden Kraftbelastung einer kleinen Muskelgruppe und Evaluation der Schwellenleistungen mittels definierter Dauerbelastungen“ (Masterarbeit). Florian Spendier hat in seiner Masterarbeit erforscht, welche physiologischen Muster bei einer stufenförmig ansteigenden Kraftbelastung zum Tragen kommen. Dieser Stufentest wird zur Bestimmung von so genannten Schwellenwerten eingesetzt. Diese wiederum geben Aufschluss über die derzeitige Stoffwechselsituation des/der SportlerIn und dienen zur Steuerung von Trainingseinheiten. Spendier konnte zeigen, dass bereits etablierte Konzepte in diesem Bereich auch bei Kraftbelastung einer kleinen Muskelgruppe gültig sind.

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