Seit rund 16 Jahren zeichnet der österreichische Maler Manfred Bockelmann mit Kohle großformatige Portraits anhand fotografischer Vorlagen. Sie zeigen Kinder und Jugendliche, die von Nationalsozialisten und deren Kollaborateuren ermordet wurden.
Das Holocaust-Projekt „Zeichnen gegen das Vergessen“ begleitet Heiner Hammerschlag als Autor des Buches „Dunkles Erinnern“, das im Vorjahr erschien.
Sowohl Bockelmann als auch Hammerschlag werden an der Uni Graz ihre Werke in multimedialer Form vorstellen: „Um zumindest einige Opfer aus der Anonymität der Statistik herauszuholen und ihnen wieder ein Gesicht zu geben.“
Beatrice Sommerauer vom Zentrum für Kunst- und Kulturrecht wird die Veranstaltung moderieren und einleitend den rechtlichen Hintergrund des Nazi-Terrors beleuchten. Sie zeigt auf, wie in einer Diktatur Unrecht mit Gesetzen legitimiert wurde und wie nach dem Zweiten Weltkrieg als Folge der nationalsozialistischen Verbrechen die europäische Menschenrechtskonvention entstand.
Der Kärntner Musiker Simon Stadler begleitet die Veranstaltung musikalisch.
Dunkles Erinnern. Multimediale Buchpräsentation zu Manfred Bockelmanns „Kinder-Holocaust-Projekt „Zeichnen gegen das Vergessen“
Mit Beatrice Sommerauer, Heiner Hammerschlag und Manfred Bockelmann
WANN: Freitag, 12. Juni 2026, 17 Uhr
WO: RESOWI-Zentrum, Fakultätssitzungszimmer, Bauteil A, 2. Stock,
Universitätsstraße 15, 8010 Graz,
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung bis 5. Juni 2026 wird gebeten: zentrum-kunstrecht(at)uni-graz.at