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Dienstag, 02.09.2025

Große Fragen am Lebensende: Wie Philosophie die Hospiz-Betreuung unterstützt

Philosoph Patrick Schuchter im Portrait durch eine Scheibe mit Spiegelungen aufgenommen ©Manuel Schaffernak

Patrick Schuchter untersuchte mit seinem Forschungsteam philosophische Praxis in der Palliativbetreuung. Einige Ergebnisse werden von 10. bis 12. Oktober auf einer Tagung an der Universität Graz präsentiert.

Schmerzlinderung, Palliativpflege, Psychotherapie: Sterbende Menschen und ihre Angehörigen werden umfassend begleitet und betreut. Was ihnen fehlt, sind Antworten auf manche existenziellen Lebensfragen. Philosophische Gespräche können eine große Unterstützung in der persönlichen Auseinandersetzung mit Verlust, Tod und Trauer sein. Das hat der diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger und promovierte Philosoph Patrick Schuchter in seinem Forschungsprojekt herausgefunden. Einige Ergebnisse werden bei einer Tagung von 10. bis 12. Oktober an der Uni Graz präsentiert.

Habe ich ein gutes Leben geführt? Was ist wirklich wichtig? Was kommt nach dem Tod? „Solche Fragen stellen sich sehr viele Menschen am Sterbebett“, berichtet Schuchter aus seiner Erfahrung. „Darüber zu reflektieren, ohne sich eine Antwort zu erwarten, eröffnet neue Perspektiven, bringt mehr Klarheit und Verbundenheit“, hat der Philosoph im Rahmen des Projekts beobachtet. Auch Angehörige, Betreuer:innen, Pflegepersonal und Ärzt:innen würden von philosophischer Praxis im Alltag profitieren. Welche Formate und Möglichkeiten es dafür gibt, wie diese im Krankenhaus, Hospiz oder in Caring Communities integriert werden können und welche Erfahrungen Profis damit bereits gemacht haben, erfahren Teilnehmer:innen bei der Tagung „Begegnungen in Grenzsituationen. Philosophische Praxis und Palliative Care im Dialog.“ 

Die Veranstaltung richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen im Gesundheits- und Sozialsystem, sorgende Angehörige, philosophische Praktiker:innen und Forschende. Eine Anmeldung ist bis 15. September 2025 möglich.

Nähere Infos zur Tagung

Nähere Infos zum Forschungsprojekt „Philosophische Praxis in Palliative Care und Hospizarbeit“, das der Österreichische Wissenschaftsfonds FWF fördert

Erstellt von Dagmar Eklaude

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