„Die Uni Graz hat durch Forschung und Lehre sowie als eine der größten Arbeitgeber:innen der Region eine wichtige Vorbildfunktion und Verantwortung. Dazu gehört nachhaltiges Handeln. Mit der Einführung des EMAS-Umweltmanagementsystems hat sich die Universität verpflichtet, ihren ökologischen Fußabdruck immer weiter zu verringern. Dazu haben wir zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Rektor Peter Riedler.
Effizient im Verbrauch
Nachhaltig wirtschaften bedeutet immer auch, sparsam mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Zwischen 2015 und 2025 ist es der Uni Graz gelungen, durch die Nutzung von Brunnen und die Errichtung von Zisternen den Verbrauch von Trinkwasser aus der öffentlichen Versorgung um 30 Prozent zu senken.
Sehr erfolgreich waren die Maßnahmen zur Reduktion von Kopierpapier. Durch Digitalisierung, Bewusstseinsbildung, voreingestelltes doppelseitiges Drucken und andere Paper-down-Initiativen wurde 2025 um rund 66 Tonnen weniger verbraucht als 2015.
Vorbildlich mobil
Ob mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß – der Großteil der Studierenden und Mitarbeitenden der Uni Graz ist klimafreundlich unterwegs. Nimmt man alle Fahrten des Pendelns zwischen Wohnort und Universität zusammen, so macht der motorisierte Individualverkehr bei den Bediensteten nur rund 20 Prozent, bei den Studierenden nicht einmal vier Prozent aus. Der Rest wird mit Bus, Bahn, Bim, Bike oder per Pedes zurückgelegt. Damit ist die Uni ein echtes Vorbild. Sie fördert die aktive und klimafreundliche Mobilität durch zahlreiche Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem Zuschüsse beim Kauf eines Fahrrads, E-Bikes sowie eines Klima- oder Park&Ride-Kombitickets.
Erneuerbare Energien
Seit 2019 bezieht die Uni Graz ihren Strom zu 100 Prozent aus zertifiziert erneuerbaren Quellen. Einen Teil liefern die Photovoltaikanlagen der Universität mit einer Gesamtleistung von mittlerweile 584 Kilowatt-Peak. Das entspricht dem durchschnittlichen Bedarf von 175 Haushalten.
Klimafreundlich bauen
Ob bei der Errichtung des Graz Center of Physics oder anderen Infrastruktur-Projekten am Campus: bei neuen Gebäuden wird darauf geachtet, dass sie möglichst wenige Emissionen verursachen. So erhielt etwa das in Holzbauweise errichtete Trainings- und Diagnostikzentrum am Rosenhain eine Auszeichnung in Silber im Rahmen des „klimaaktiv Gebäudestandards“, einer Initiative des österreichischen Klimaschutzministeriums.
Blühender Campus
Zur Förderung der Biodiversität wurden insgesamt 550 Quadratmeter Blühwiesen und -streifen am gesamten Campus angelegt. Rund 550 heimische Blumen und Gehölze sowie mehr als 600 Bäume – gleich viel wie in einem Hektar Wald – bieten Insekten und anderen kleinen Tieren Nahrung und Lebensraum.